Stellungnahmen der GMK zum nationalen und internationalen Diskurs um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche

Bereits im Dezember 2024 und 2025 veröffentlichte die GMK Stellungnahmen zur Diskussion rund um den sogenannten Social Media Ban in Australien und ähnliche Initiativen in anderen Ländern. Mit dem Positionspapier Medienkompetenz fördern statt soziale Medien verbieten und dem Statement zur Einführung des Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige in Australien wurde aufgezeigt, warum pauschale Verbote keinen nachhaltigen Schutz bieten. Angesichts der stetig weitergeführten öffentlichen Debatten hat die GMK im Februar 2026 mit einer weiteren Stellungnahme zum SPD-Impulspapier „Sicher Soziale Medien“ ihre Positionen bekräftigt. Ein Social-Media-Verbot für junge Menschen unter 16 Jahren mag als kurzfristige Schutzmaßnahme attraktiv erscheinen, greift jedoch langfristig zu kurz. Es basiert auf einer bewahrpädagogischen Haltung, die weder die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen ausreichend berücksichtigt noch die Bedeutung digitaler Plattformen als Kommunikations-, Lern- und Partizipationsräume anerkennt. Schutz ist wichtig, doch einseitige Verbote sind keine nachhaltige Lösung.

Stattdessen braucht es medienpädagogische und Medienschutzkonzepte für Einrichtungen, Hilfestellungen für Familien und politische Maßnahmen zur Förderung medienpädagogischer Angebotsstrukturen. Zentral ist außerdem die Regulierung von Plattformen: Sie müssen sich an geltendes Recht wie den Digital Services Act und Jugendschutzgesetze halten und altersgerecht für Kinder und Jugendliche gestaltet sein. Das Ziel ist ein Bündel aus präventiven Maßnahmen und pädagogischen Angeboten, das Gefahren minimiert, Medienkompetenz stärkt und die Teilhabe von Jugendlichen an einer digital vernetzten Gesellschaft weiterhin ermöglicht.

Hier sind die Links zu den ausführlichen Beiträgen zu finden: